- Dauer
- 2 bis 2,5 Stunden
- Gruppengröße
- 4–40 Pers.
- Städte
- Tokio
- Richtbudget
- ab 34.500 ¥ pro Person
Der Künstler stellt die Materialien vor (Pinsel, Tuschestein, Reibstein, Washi-Papier) und zeigt, wie ein einziger Pinsel durch das richtige Verhältnis von Wasser und Tusche mehrere Grautöne erzeugt. Die Teilnehmenden üben die klassischen Sumi-e-Motive: Bambusstängel und -blätter, Orchidee, Pflaumenzweig, Chrysantheme. Anschließend wählt jeder ein Motiv, oft passend zur Jahreszeit, und malt ein fertiges Werk auf hochwertigem Malkarton (Shikishi), das mit einem Siegel signiert werden kann. Der Künstler geht von Tisch zu Tisch und korrigiert Pinselhaltung und Bildaufbau. Ein Dolmetscher übersetzt durchgehend.
Sumi-e zwingt dazu, erst zu schauen und dann zu malen und den ersten Strich anzunehmen: Hat das Papier die Tusche aufgesogen, lässt sie sich nicht mehr korrigieren. Für ein Team ergibt sich daraus ein praxisnahes Debriefing über Vorbereitung, sparsamen Mitteleinsatz und den Umgang mit dem Unvorhergesehenen. Optional bieten wir ein Gemeinschaftswerk an: eine große Landschaft, in der jede Untergruppe eine Bildebene malt – ferne Berge, Kiefern, einen Fluss im Vordergrund – und die Tuscheintensität so abstimmt, dass das Ganze stimmig wirkt. Das fertige Bild kann gerahmt und an die Büros des Unternehmens verschickt werden.
Die Tuschmalerei gelangte mit Zen-Mönchen aus China nach Japan und erlebte im 14. und 15. Jahrhundert eine Blütezeit, vor allem in den Klöstern. Sie nutzt dieselben Werkzeuge wie die Kalligrafie, will aber ein Motiv mit wenigen Strichen darstellen, statt Schriftzeichen zu schreiben. Der Workshop findet im Sitzen statt, setzt keine Vorkenntnisse voraus und passt gut in einen Seminarnachmittag oder ein Partnerprogramm.
Ziele
- Beobachtung und Konzentration vor dem Handeln schulen
- Teamkoordination beim Gemeinschaftsbild üben
- Mit einem persönlichen, signierten Werk nach Hause gehen, bereit zum Aufhängen
Ablauf
- 1Vorbereitung des Raums vor Ankunft der Gruppe: abgedeckte Tische und ein komplettes Set für jeden Teilnehmenden.
- 2Einführung in die Materialien und Vorführung der Tuscheabstufungen durch den Künstler, mit Dolmetschung.
- 3Übungen an den klassischen Motiven: Bambus, Orchidee, Pflaume, Chrysantheme.
- 4Ein persönliches Bild auf Shikishi-Karton, signiert mit einem Siegel.
- 5Optional: eine große Gemeinschaftslandschaft, gemalt in Untergruppen, gerahmt und an das Unternehmen verschickt.
Gut zu wissen
- Tusche färbt Kleidung, daher empfiehlt sich schlichte Kleidung; Schürzen werden gestellt.
- Etwa 15 bis 20 Teilnehmende pro Künstler; größere Gruppen arbeiten mit mehreren Künstlern in einem Raum oder im Wechsel.
- Im Sitzen an Tischen, in einem Hotelsaal, Tagungsraum oder privaten Raum im japanischen Stil.
- Shikishi-Kartons sind fest und reisen problemlos in der mitgelieferten Schutzhülle.
- Individuelles Thema möglich: ein Motiv mit Bezug zum Seminarort, zur Jahreszeit oder zu einem Unternehmenswert.
Richtbudget
Ab 34.500 ¥ pro Person (private Session, Basis Kleingruppe). Günstigere Gruppentarife je nach Teilnehmerzahl auf Anfrage; gerahmtes Gemeinschaftswerk, Dolmetscher und Transfers optional.
Häufige Fragen
Müssen die Teilnehmenden zeichnen können?
Nein. Sumi-e beruht auf einigen wenigen, wiederholten Pinselbewegungen, die der Künstler Schritt für Schritt erklärt. Klassische Motive wie Bambus werden gerade deshalb gewählt, weil sie schnell zu erlernen sind und schon in der ersten Sitzung ein sauberes Ergebnis liefern.
Worin unterscheidet sich das von einem Kalligrafie-Workshop?
Die Werkzeuge sind dieselben, doch beim Sumi-e malt man ein Motiv (Pflanze, Landschaft, Tier) in Tuscheabstufungen, während man bei der Kalligrafie Schriftzeichen schreibt. Beides lässt sich gut kombinieren: Ein kalligrafiertes Kanji kann ein Bild ergänzen.
Wie funktioniert das Gemeinschaftsbild?
Der Künstler skizziert den Aufbau einer großen Landschaft und weist jeder Untergruppe eine Bildebene zu. Die Teams stimmen Tuscheintensität und Übergänge ab und malen nacheinander. Das Werk kann gerahmt und an die Büros des Unternehmens verschickt werden.
Wie viel Zeit sollten wir im Programm einplanen?
Zwei Stunden für den Einzelworkshop, zweieinhalb mit dem Gemeinschaftswerk. Rechnen Sie fünfzehn Minuten für den Aufbau hinzu, der während einer Arbeitssitzung in einem Nebenraum erfolgen kann.



