- Dauer
- Etwa 1,5 Stunden
- Gruppengröße
- 4–30 Pers.
- Städte
- Tokio
- Richtbudget
- ab 38.500 ¥ pro Person
Beim Kodo „riecht“ man Räucherwerk nicht, man „hört“ es. Die Lehrperson stellt zunächst die aromatischen Hölzer vor und bereitet dann vor der Gruppe ein kleines Räuchergefäß aus Keramik vor: geformte Asche, vergrabene Holzkohle und ein dünnes Glimmerplättchen, auf dem ein Holzspan erwärmt wird, ohne zu verbrennen. Das Gefäß wird mit einer festgelegten Haltung von Gast zu Gast weitergereicht. Dann folgt ein Zuordnungsspiel: Mehrere Düfte kreisen in geheimer Reihenfolge, und jeder Gast notiert, welche er für identisch hält, bevor die Antworten aufgelöst werden. Zum Abschluss mischt jede Person aus natürlichen Pulvern (Sandelholz, Gewürznelke, Zimt und andere) ein persönliches Räucherwerk, das in ein Säckchen gefüllt wird. Ein Dolmetscher übersetzt durchgehend.
Es ist eine der wenigen kulturellen Aktivitäten rund um den Geruchssinn, und niemand bringt einen Vorteil mit: Führungskräfte, Mitarbeitende und Kunden beginnen auf Augenhöhe. Das Zuordnungsspiel sorgt für konzentrierte Stille, gefolgt von lebhaften Gesprächen bei der Auflösung. Das Format eignet sich besonders für Führungsgremien, VIP-Kunden und kleine Incentive-Gruppen. Für eine größere Gruppe richten wir mehrere Tische ein, jeweils mit einem Assistenten, oder rotieren mit einer anderen Aktivität, etwa einem Ikebana-Workshop im Nebenraum.
Aromatische Hölzer kamen zusammen mit dem Buddhismus nach Japan. Am Heian-Hof parfümierten Adlige ihre Gewänder und wetteiferten mit raffinierten Mischungen. Kodo wurde im 15. und 16. Jahrhundert kodifiziert, in derselben Epoche wie Teezeremonie und Ikebana, und zählt mit ihnen zu den klassischen japanischen Künsten der Verfeinerung. Das kostbarste Holz, Kyara, kann pro Gramm mehr wert sein als Gold; der Workshop zeigt, warum.
Ziele
- Eine seltene japanische Kunst vorstellen, die nur wenige ausländische Besucher kennen
- Führungskräfte, Teams und Kunden auf Augenhöhe zusammenbringen
- Jeder Person ein persönliches, selbst gefertigtes Andenken mitgeben
Ablauf
- 1Vorab-Hinweis: am Tag selbst kein Parfüm und keine stark duftenden Produkte.
- 2Einführung in Kodo und die aromatischen Hölzer durch die Lehrperson, gedolmetscht.
- 3Räucherwerk hören: Das Gefäß wird auf traditionelle Weise von Hand zu Hand gereicht.
- 4Duft-Zuordnungsspiel, Antworten werden notiert und dann aufgelöst.
- 5Mischen eines persönlichen Räucherwerks, in einem Säckchen zum Mitnehmen.
Gut zu wissen
- Ideales Format von 6 bis 12 Personen pro Tisch; größere Gruppen an mehreren Tischen mit Assistenten oder in Rotation.
- Das Holz wird erwärmt, nicht verbrannt, daher entsteht kaum Rauch. Wir prüfen dennoch vorab die Regeln jedes Ortes.
- Sitzend an Tischen oder auf Tatami je nach Ort; Stühle auf Anfrage.
- Bitte teilen Sie uns Allergien oder Empfindlichkeiten der Atemwege vorab mit; die Zutatenliste ist auf Anfrage erhältlich.
- Das Räuchersäckchen ist leicht und kompakt und passt problemlos ins Gepäck.
Richtbudget
Ab 38.500 ¥ pro Person (private Sitzung, Basis Kleingruppe). Günstigere Gruppentarife je nach Teilnehmerzahl; Dolmetscher und Transfers optional.
Häufige Fragen
Braucht man einen besonders guten Geruchssinn?
Nein. Beim Kodo geht es um Aufmerksamkeit, nicht um Leistung. Das Zuordnungsspiel ist zugänglich gestaltet, und die unterschiedlichen Ergebnisse machen die Abschlussdiskussion gerade interessant.
Entsteht bei dem Workshop viel Rauch?
Nein. Anders als bei Räucherstäbchen wird das Holz nur auf einem Glimmerplättchen erwärmt. Der Duft bleibt dezent, und die Aktivität kann in einem Veranstaltungsraum des Hotels stattfinden, vorbehaltlich der Zustimmung des Hauses, die wir vorab einholen.
Wie viele Teilnehmende fasst ein Kodo-Workshop?
Von 4 bis 30 Personen. Das intimste Format vereint 6 bis 12 Teilnehmende an einem Tisch; darüber hinaus ergänzen wir Tische mit Assistenten oder teilen die Gruppe in Rotationen auf.
Lässt sich Kodo am selben Tag mit einer anderen Aktivität kombinieren?
Ja. Es passt gut zu einer Teezeremonie oder einem Ikebana-Workshop für einen halben Tag traditioneller Künste oder zu einem japanischen Dinner am Abend. Wir empfehlen, es vor dem Essen anzusetzen, wenn der Geruchssinn schärfer ist.



